Feederrute Test 2017

Bevor wir dir die Ergebnisse des Feederrute Test vorstellen, erklären wir dir, was eine Feederrute einzigartig macht, damit du unseren Feederrute Test genau nachvollziehen kannst.

Eine Feederrute wird für die besondere Art des Angelns, das Feederfischen ("feed": engl. füttern) benötigt. Hierbei werden die Fische mit einem Futterkorb, der sich an der Futterschnur befindet angelockt. Da der Köder nicht durch Strömung abgetrieben wird, nimmt der Fisch die Beute unbekümmerter auf. Somit ist das Feederfischen besonders gut für Einsteiger geeignet und wird häufig zum Fangen von Friedfischen angewandt.

Insbesondere wegen der verhältnismäßig schweren Futterkörbe benötigt man für das Feederfischen spezielle Ruten. Sie haben einen besonders kräftigen Blank, damit Futterkörbchen mit bis zu 250 Gramm Gewicht ausgeworfen werden können. Außerdem haben die Ruten in unserem Feederrute Test für die Bisserkennung dünne austauschbare Spitzen. Bewegt sich die Spitze, so hat ein Fisch angebissen. Sie sind aus Kunststoff und bei Bedarf mit Glas- oder Kohlefaser unterstützt. Die Spitze ist austauschbar, damit man sich beim Feederfischen an die Umwelt anpassen kann. So braucht man bei viel Wind und starker Strömung eine stabilere Spitze, da sie sich sonst auch bewegt, wenn nichts angebissen hat.

Feederrute Test: Platz 1: Balzer Modul Rosso 3,60m 50-150g

Die Feederrute Balzer Modul Rosso hat eine Länge von 3,60 Metern und kann Gewichte bis 150 Gramm auswerfen. Sie gehört somit zu den Medium Feederruten und ist vielseitig einsetzbar. Mit einer Transportlänge von 1,25 m und einem Gesamtgewicht von 375 Gramm ist sie flexibel zu transportieren und optimal für Einsteiger geeignet. Es werden drei Wechselspitzen in verschiedenen Härten mitgeliefert, sodass in verschiedenen Wetter- und Strömungslagen geangelt werden kann. Mit der Glasrute können Würfe bis 50 Meter erreicht werden. Die Griffe sind aus hochwertigem Duplon, während die Beringung aus Titan für gute Stabilität auch bei hohem Wurfgewicht sorgt.

Feederrute Test: Platz 2: Cormoran Bullfighter Feeder 3,90m bis 230g

Beim zweiten Platz handelt es sich um eine Feederrute mit starkem Rückrat. Die Cormoran Bullfighter Feeder misst eine Länge von 3,90 Metern und ist somit eine Medium - Heavy Feederrute. Sie zeichnet sich durch eine hohe Stabilität aus: der Kohlefaserblank kann bis zu 230 g Wurfgewicht tragen (Wählbar: 30g - 230g). Die Länge der Stecksegmente und so auch die Transportlänge beträgt 128cm. Auch hier wurde eine starke Beringung, bestehen aus 12 Titanringen, verarbeitet. Mit dem Korkgriff hat man einen guten Halt und es werden Angelentfernungen von über 50 m erreicht.

Feederrute Test: Platz 3: DAM Feeder Angel 3,30m 20-120g

Die Light Feederrute DAM Feeder Angel hat eine Länge von 3,30 Metern und kann Gewichte bis 120 Gramm auswerfen. Durch die kurze Länge resultiert ein geringes Transportmaß von 116 cm. Kombiniert mit dem geringen Gewicht von 350 g ist die Angel sehr leicht zu transportieren. Leider verliert sie dadurch an Stabilität und an Wurflänge. Die Wechselspitzen ermöglichen Angeln bei verschiedenen Strömungsverhältnissen. Der geringe Preis und die Eigenschaften machen die DAM Feeder Angel zu einer guten Rute für Einsteiger und Jugendliche.

Feederrute Test: Unser Ratgeber

Insbesondere beim Feederfischen ist es wichtig, dass man mit qualitativ hochwertigen Ruten angelt. Ist das Rückrat zu schwach, so wird die Rute beschädigt, wenn man schwere Futterkörbe auswirft. Des weiteren muss die Spitze so sensibel sein, dass sie auch unscheinbare Bisse zuverlässig anzeigt. Damit du bei der Auswahl der Feederrute keinen Fehler machst, haben wir dir im Feederrute Test zusammengefasst, auf welche Eigenschaften der Rute du achten musst.

Wichtige Eigenschaften einer Feederrute

Die wichtigsten Eigenschaften einer Feederrute sind offensichtlich ein stabiles Rückrat und eine geeignete Rutenspitze. Beim Feederrute Test haben wir jedoch nicht nur das Rückrat und die Rutenspitze unter die Lupe genommen. Auch die Rutenlänge, die Beringung oder die richtige Rolle ist zu berücksichtigen. Die Rute sollte perfekt auf dich und die Verhältnisse, bei denen du angeln möchtest, zugeschnitten sein.

Die Rutenspitze

Da man beim Feederfischen ohne Pose oder ähnliche Bissanzeiger arbeitet, erkennt man den Biss an der Rute. Die Spitze einer Feederrute ist besonders sensibel und bewegt sich, sobald ein Fisch angebissen hat. Dabei stellen sich jedoch Wetter- und Strömungsverhältnisse als Hindernis heraus, da sich eine sehr sensible Spitze auch durch Wind oder andere Umwelteinflüsse bewegen kann. So lassen sich Bisse nicht mehr eindeutig und zuverlässig anzeigen und erkennen. Um sich der Umwelt anzupassen lassen sich die Spitzen von Feederruten auswechseln, sodass man bei Fließwasser unsensiblere Spitzen verwenden kann. Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Sensibilitätsstufen. Die Sensibilität wird in Unzen angegeben und ist durch die Farbe der Spitze gekennzeichnet. Man unterscheidet:

  • < 1,5 Unzen: Kaum Strömung, Stillwasser
  • 1,5 bis 2,5 Unzen: leichte Strömung, Stillwasser
  • > 2,5 Unzen: Fließwasser 

Bei den meisten der Testsieger in unserem Feederrute Test sind drei verschiedene Rutenspitzen in verschiedenen Stärken im Lieferumfang enthalten.

Die Rutenlänge

Die Länge der Rute ist nicht nur beim Feederfischen entscheidend, sondern spielt bei fast jeder Technik eine wichtige Rolle. Sie reflektiert im wesentlichen die Angelentfernung. Es gilt: Je länger die Rute, desto weiter kann ausgeworfen werden. So kommen Ruten mit über vier Metern Länge für hohe Distanzen in Einsatz, währen 3,5 m für Würfe bis 20 m verwendet werden können. Beim Feederfischen ist ein guter Hebel, also eine lange Rute noch wichtiger, da durch den Futterkorb höhere Gewichte ausgeworfen werden. Da wir Ruten von 3,30 m bis knapp 4 m getestet haben, ist in unserem Feederrute Test für jeden was dabei.

Die Beringung

Da der Köder beim Feederfischen durch das Futterkörbchen ein hohes Gewicht bekommt, ist es besonders wichtig mit hochwertiger Beringung zu angeln. Hier solltest du entweder auf besonders robuste Materialien achten, oder (bzw. und ) Doppelstegringe einsetzen. Es ist zu berücksichtigen, dass die Anzahl und der Abstand der Ringe den Schnurwiderstand erhöhen und sich somit die Angelentfernung verringern kann.

Feederrute Test: Arten von Feederruten

Pickerruten (Winkelpicker)

Die Pickerrute ist die kürzeste und leichteste der hier aufgeführten Rutenarten. Sie hat eine Länge von zwischen zwei und drei Metern und eignet sich ausschließlich für kurze Auswürfe. Um Gewicht einzusparen hat sie einen sehr schmalen Blank, was sich negativ auf das maximale Ködergewicht auswirkt. Du solltest keine Körbe verwenden, die schwerer als 30 Gramm sind, sonst riskierst du einen Schaden an der Rute. Von Gewicht und Länge ist sie direkt gefolgt von der Light Feederrute.

Light Feederruten

Light Feederruten sind mit 3,00 bis 3,60 m Länge relativ kurz. Somit haben sie ein geringes Gewicht und eignen sich gut, um auf kurze Entfernungen zu angeln. Erfahrungsgemäß liegt die Angelentfernung bei maximal 35 Metern. Da sie einen nicht allzu stabilen Blank haben, sollte man keine Futterkörbe verwenden, die schwerer als 40 Gramm sind. Ein Beispiel für eine Light Feederrute ist die in unserem Feederrute Test getestete DAM Feeder Angel (→zum Testbericht).

Medium Feederruten

Die Medium Feederrute ist die nächstgrößere Rutenart. Sie bezeichnet Ruten bis 3,90 m Länge. Damit lassen sich schon weitere Entfernungen erreichen und sie eignen sich für Fließgewässer. Da die Feederruten mit zunehmender Länge auch einen stärkeren Blank haben müssen, ist das Rückrat dieser Rutenart weitaus stabiler als das der Light oder Pickerruten. Demnach lassen sich auch schwerere Futterkörbchen auswerfen. Du kannst Korbegewichte bis etwa 60 Gramm benutzen.

Heavy Feederruten

Die Heavy Feederruten haben einen starken Blank und eine hohe Länge. Mit bis zu 4,5 Metern Rutenlänge erreichen erfahrene Angler Würfe mit einer Entfernung von bis zu 100 m. Aufgrund des stabilen Rückrats lassen sich Futterkörbchen mit 100 g Gewicht auswerfen, ohne Schaden an der Rute zu verursachen. Sie kann sowohl in Still- als auch in Fließwasser eingesetzt werden.

Teleskop Feederrute

Die Teleskoprute gilt in vielen Formen als sehr beliebt. Durch die Segmentbauweise kann die Rute auf etwa eine Segmentlänge zusammengeschoben werden. Somit lässt sie sich gut transportieren und ist leicht zu handhaben. Beim Feederfischen ist die Teleskoprute eher ungeeignet, da mit der besonderen Bauweise die Stabilität der Rute abnimmt. Somit ist sie nicht mehr so belastbar, was beim Angeln mit Futterkörben von großem Nachteil ist. Daher ist die Teleskoprute in unserem Feederrute Test nicht vertreten.